Dessous

Dessousarten und Dessousbilder

Mieder

Das Wort Mieder leitet sich vom mittelhochdeutschen muoder ab, was so viel wie "Bauch, Leib" bedeutete. Von dieser Bezeichnung des Körperteils ging es später auf ein den Körper umschließendes Kleidungsstück als Oberbekleidung, das Leibchen, über. Das Leibchen war in der Oberbekleidung ein anliegendes Oberteil des Kleides, das weitgehend mit dem Mieder übereinstimmend war. In der Unterkleidung war das Leibchen ein ärmelloses Oberteil, das auch miederartig verstärkt wurde. Es war besonders ein Kleidungsstück für Mädchen, zum Anknöpfen von Unterhose und Unterrock, vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, seit Ende des 19. Jahrhunderts auch mit Vorrichtung zur Befestigung von Strümpfen. Ähnlich gab es für Frauen um 1900 so genannte Reform-Leibchen. Um 1800 gabe es unter den pomösen Kleidern in der Mode à la Grecque angelegte, miederartige Brustbinden, die häufig "Brust-L." genannt werden. Das Mieder ist eine veraltete Bezeichnung für das anliegende, oft auch versteifte Kleidoberteil, noch üblich für den entsprechende Teil bei Trachten; als Unterkleidung war es bis ins 18. Jahrhundert gleichbedeutend mit dem Korsett. Im 19. Jahrhundert war es eher die Bezeichnung für ein leichteres, korsettartiges Kleidungsstück, so zuweilen noch heute. Im 20. Jahrhundert war der Begriff Mieder für sämtliche formende und stützende Unterkleidungsstücke gültig. In alten Filmen, zum Beispiel im Klassiker "Vom Winde verweht" ist zu sehen, wie die Hauptdarstellerin Vivien Leigh von ihrer Dienerin ins Mieder geschnürt wird, und zwar so eng wie möglich, so dass sie kaum noch Luft bekam. Dabei ging es um Zentimeter. Durch das Mieder wollten die Damen besonders schlank aussehen. War es doch zu fest geschnürt, konnte dies leicht zu Ohnmachtsanfällen führen.

Vintage Mieder Frau Mieder

 

Vintage Mieder Mieder zum schnüren

 

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